Bericht incl. Bilder über unsere Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft (World Skeet Shooting Championship 2005) in San Antonio, Texas, in der BDMP Disziplin Skeet (Sportordnung D.24)
Anfang des Jahres 2005 beschlossen 6 Personen, davon 5 BDMP Mitglieder, an der diesjährigen Weltmeisterschaft, dem World Skeet Shooting Championship 2005, in San Antonio, Texas, teilzunehmen. Es handelt sich dabei um die in 2003 neu ins Sporthandbuch des BDMP aufgenommene Disziplin Skeet, genauer gesagt American Skeet nach den Regeln der National Skeet Shooting Association (NSSA), mit Sitz in San Antonio, Texas. Die NSSA ist die wohl größte Organisation für sportliches Skeetschießen weltweit. Überall auf der Welt wird Skeet nach den Regeln der NSSA geschossen, die gleichwohl auch Mitglieder hat, welche Skeet nach den internationalen Regeln (Olympisch Skeet) schießen.
In San Antonio befindet sich der Hauptsitz (Headquarter) mit über 50 Skeet, Trap und Sporting Clay Ständen. Die Anlage wird jedoch nur für größere Veranstaltungen benutzt. Diese finden jedoch während des ganzen Jahres statt.
Im Januar 2005 buchten wir das Hotel und die Flüge, welche über Dallas Fort Worth nach San Antonio gingen. Dann meldete ich 4 teilnehmende Schützen an die NSSA, damit wir von dort eine Einladung erhielten, welche zwingend für eine Erlaubnis zur Mitnahme unserer Waffen nach San Antonio erforderlich ist. Die Erlaubnis wurde mit dem neuen Formular ATF F 6NIA (5330.3D) (1-2003) bei der ATF in Washington beantragt. Damit waren erstmal die wichtigsten Vorarbeiten geleistet und wir konnten den Eingang der Bestätigungen zur Mitnahme der Waffen abwarten. Bis Ende August waren dann auch alle Mitnahmebestätigungen durch die ATF da. Im September hieß es dann, Mietwagen buchen, was man günstigerweise hier in Deutschland in einem Reisebüro macht und Verbringungs- und Transportgenehmigungen für den evtl. Erwerb von Waffen in USA durch die zuständigen Waffenbehörden ausstellen lassen. Vom zuständigen Zollamt wurden für die Rückreise (Wiedereinreise nach Deutschland) sogenannte INF3 Formblätter abgestempelt, welche alle Angaben der Waffen enthielten und mit den dazugehörenden WBK´s für die problemlose Wiedereinreise nach Deutschland erforderlich waren.
Am 02. Oktober war es dann soweit, mit einem Airport Shuttle ging es nach Frankfurt und direkt vor unseren Abflugschalter. Da ich bereits im Voraus bei der Buchung auf die Mitnahme von Waffen hingewiesen hatte, war es kein Problem. Ein unterschriebener Zettel, daß die Waffen ungeladen sind, kam mit in den Waffenkoffer und ab gings mit den „normalen“ Koffern.
Nach zehneinhalbstündigem Flug, kamen wir in Dallas Fort Worth an. Zunächst erwartete uns die Emigration, Ausweis, Fingerabdruck rechts und links, ging alles schneller als erwartet. Danach Gepäckabholung, Erleichterung alle Koffer einschließlich der Waffenkoffer sind da. Anschließend Zoll, Waffenkoffer öffnen, eine Kopie des ATF Formulars wurde einbehalten, ging auch ganz fix, wir hatten uns ja auch gut vorbereitet. Nach dem Zoll, zum nächsten American Airlines Schalter und das Gepäck wieder aufgeben. Auch hier wieder Waffenkoffer öffnen, Zettel mit der Aufschrift ungeladene Waffe lag noch drin, also kein Problem. Nach einem Terminalwechsel erreichten wir unseren Anschlußflug nach San Antonio, die zweieinhalb Stunden in Dallas reichten für den Wechsel gerade aus.
Etwa gegen 18.10 Uhr Ortszeit, Ankunft in San Antonio. Auch hier, alle Koffer einschl. der Waffenkoffer auf dem Transportband. Beim Mietwagenschalter die Papiere für unsere bereits in Deutschland gebuchten Wagen fertigmachen und mit dem Shuttle zu den Wagen. Gepäckumladen und erst mal sehen, welcher Knopf steht für was. Kein leichtes Unterfangen mit drei Mietwagen und einem gesperrtem Highway zu unserem Hotel zu kommen, zumal der Verkehr gegenüber den letzten Jahren zugenommen hat. Endlich im Hotel, jetzt schnell die Zimmer beziehen und dann erst mal ab in den Supermarkt. Getränke und was zum Abendessen kaufen. Morgen sehen wir uns alle beim Frühstück.
Montag nach dem Frühstück, fuhren wir zum Headquarter der NSSA. Schock auf der Fahrt dorthin: Regen! Bei der NSSA erzählte man uns, dass es seit Januar nicht mehr geregnet hat, kaum sind die „Germans“ da, regnet es. Konnten wir natürlich so nicht auf uns sitzen lassen und so einigten wir uns darauf, dass es die „Engländer“ waren, die den Regen mitgebracht hatten. Glücklicherweise bot man uns an, uns bereits vorab zu registrieren, es wurde eine längere Angelegenheit, was nicht an dem neuen Computersystem der NSSA lag. Dienstag Shopping in San Marcos, Factorystores wohin das Auge reicht. Mittwoch dann erstes Trainingsschiessen auf den Ständen der NSSA. Nachdem wir seit unserer Ankunft ständig Temperaturen von 30 Grad und mehr hatten, fiel das Thermometer am Freitag auf sagenhafte 12 Grad. Besichtigungen waren angesagt, Alamo, Longhorn-Museum, Riverwalk, Riverwalk-Mall usw. Den ersten offiziellen Wettkampftermin hatten wir alle beim Mini-World Samstag im Kaliber .20. Sonntags stand für die vier von uns Sea World auf dem Plan. Meine Frau und ich mußten an dem jährlich im Rahmen der Weltmeisterschaft stattfindenden „Directors Meeting“ im Beretta Pavillon teilnehmen. Montag begann dann der Hauptwettkampf mit der Disziplin Doubles (100 Scheiben) von allen Stationen, mag keiner so recht aber wir lieferten ganz gute Ergebnisse ab. Dienstag begann dann der Beretta Wettkampf Kal. 12 mit 250 Scheiben (125 Scheiben am Dienstag und 125 am Mittwoch), Donnerstag wurden dann 100 Scheiben Kal. 20 geschossen, Freitag 100 Scheiben im Kal. .28 und Samstag 100 im Kaliber .410.
Wenn man bedenkt, daß an diesem Wettkampf über 1000 Schützen teilnehmen, läuft das ganze doch ziemlich stressfrei ab, bei der Registrierung erhält man seine Startzeiten und die jeweiligen Standangaben. Samstag Nachmittag wurde dann gepackt für den Rückflug. Der Flug von San Antonio nach Dallas Fort Worth verlief ohne Probleme. Auch der Terminalwechsel in Dallas ging schneller als beim Hinflug. Der Rückflug nach Frankfurt begann wegen technischer Probleme jedoch mit zwei Stunden Verspätung, so daß wir erst gegen 09.30 Uhr am Montag in Frankfurt ankamen. Die Wiedereinfuhr unsere Waffen war dank der vorliegenden INF3 Blätter beim Deutschen Zoll kein Problem. Die neu erworbenen Waffen wurden verzollt. Da alle erforderlichen Papiere der zust. Waffenbehörden vorlagen, verlief auch dieser Teil problemlos. Die endgültigen Ergebnisse konnten wir erst im Internet nachlesen. Folgende Medaillen konnten wir erringen: Uwe Wandernoth 1x 1. Platz, 2x2.Platz, 1x3.Platz, 2x4.Platz, 1x10.Platz= 7 Medaillen Heinz Schneider 2x 2.Platz, 1x3.Platz, 2x7.Platz, 1x10.Platz = 6 Medaillen Dieter Knop 1x3.Platz, 1x4.Platz, 1x5.Platz, 1x9.Platz, 1x10.Platz = 5 Medaillen Margot Schneider 1x10. Platz Als wir uns damals für die Disziplin Skeet nach den Regeln der NSSA entschieden, geschah dies im Hinblick darauf, daß die Skeet international (olympisch) vom DSB angeboten wird. Skeet jagdlich wird beim BDS geschossen. Auch bietet die Disziplin Skeet nach den Regeln der NSSA das breitere Spektrum an Waffen und Kalibern innerhalb der Disziplin.
Wer nun Interesse an der Disziplin hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Ich bin auch bereit die Disziplin mal auf Eurem Stand vorzustellen. Einfach mal anrufen bzw. eine email schicken an: Uwe Wandernoth NSSA National Director Tel.: 06386-40155 oder email: UWandernoth@t-online.de